Der Weg eines Bildes vom RAW zum Print

Zwischen dem Moment, in dem ich auslöse, und dem Moment, in dem ein Print bei dir ankommt, liegen mehr Schritte, als man vermutet, und weniger Bearbeitung, als man denkt.
Erst die Auswahl
Von einem Flug kommen ein paar Hundert Aufnahmen zurück. Davon bleiben am Ende vielleicht zwei. Der Rest scheitert an Kleinigkeiten. Die Linie im Bild läuft nicht sauber aus, ein Schatten schneidet die Form an der falschen Stelle, das Licht hat in der Minute gedreht.
Ich wähle erst mit ein paar Tagen Abstand aus. Direkt nach der Tour ist man in jedes Bild verliebt, bei dem man gefroren hat.
Dann die Bearbeitung
Ich arbeite subtraktiv. Ich nehme weg, was stört, statt hinzuzufügen, was beeindruckt.
Das heißt konkret, den Farbstich aus dem Weißabgleich zu korrigieren und den Kontrast so zu setzen, dass die Struktur lesbar wird, ohne dass die Tiefen zulaufen. Die Sättigung nehme ich eher zurück, als sie anzuheben. Gerade bei Island ist die Versuchung groß, und schnell sieht das Ergebnis nach Postkarte aus.
Himmel austauschen, Elemente wegstempeln, die zur Szene gehören, oder Farben erfinden, die dort nicht waren, mache ich nicht.
Wie groß das Bild werden darf
Ein Bild, das am Monitor scharf aussieht, muss das auf 150 Zentimetern noch lange nicht. Deshalb sehe ich jedes Motiv in 100-Prozent-Ansicht durch und prüfe, bis zu welcher Größe es trägt. Motive, die nur bis 60 Zentimeter funktionieren, kommen nicht in den Shop.
Zum Schluss der Druck
Gedruckt wird bei WhiteWall auf Hahnemühle-Papier, glänzend auf Photo Silk Baryta 310 g, matt auf Photo Rag Ultra Smooth 305 g. Beide Papiere werden auch für Sammlungen und Museen verwendet.
Jeder Print entsteht erst nach deiner Bestellung. Es gibt kein Lager und keine vorproduzierte Auflage. Das dauert ein paar Tage länger, dafür endet kein Bild als Restposten.








