So hängst du deine Prints richtig

Ein guter Print an der falschen Stelle sieht aus wie ein mittelmäßiger. Ob ein Bild an der Wand ankommt, hängt an drei Dingen, nämlich Höhe, Abstand und Licht.
Die Bildmitte auf Augenhöhe
Die Bildmitte gehört auf etwa 145 bis 150 Zentimeter über dem Boden. Das ist die durchschnittliche Augenhöhe eines stehenden Erwachsenen und die Höhe, die Museen und Galerien verwenden.
Der häufigste Fehler ist, zu hoch zu hängen, meist weil man sich an der Oberkante von Türen oder Schränken orientiert. Ein Bild, das zu hoch hängt, wirkt, als wolle es weg.
Eine Ausnahme gibt es. Über einem Sofa oder einer Kommode sollte die Unterkante etwa 20 bis 30 Zentimeter über der Möbeloberkante liegen, sonst franst der Übergang aus.
Beim Abstand enger, als du denkst
Hängen mehrere Prints zusammen, sollen sie als eine Fläche gelesen werden. Fünf bis acht Zentimeter Abstand reichen dafür. Bei größeren Formaten dürfen es zehn sein.
Wichtig ist, dass der Abstand überall gleich ist. Eine Gruppe mit unterschiedlichen Zwischenräumen wirkt unruhig, auch wenn niemand sagen kann, warum.
Bei einer Zweiergruppe richtest du die Mitte zwischen den Bildern an den 145 Zentimetern aus. Bei einer Dreiergruppe in Reihe machst du es genauso.
Beim Licht lieber von der Seite
Tageslicht von der Seite ist das beste Licht für einen Print. Frontales Licht, etwa ein Fenster direkt gegenüber, erzeugt Spiegelungen, vor allem auf glänzendem Papier.
Direkte Sonne solltest du vermeiden. Nicht wegen eines Nachmittags, sondern weil jahrelange direkte Sonneneinstrahlung irgendwann jedes Papier und jede Farbe angreift.
Wenn du mit Strahlern arbeitest, stell sie in einem Winkel von etwa 30 Grad zur Wand. Dann trifft das Licht das Bild, ohne dir in die Augen zu reflektieren.
Und wenn nichts davon passt
Regeln sind Startpunkte. Ein Print, der angelehnt auf einem Regal steht, verstößt gegen jede davon und kann trotzdem genau richtig sein.








